Mit Enzo auf den Trails: Kira Kinnunen
Schuld ist der Hund. Weil Asphalt für ihren Saluki Enzo nicht gesund ist, wechselte Kira Kinnunen in den Wald und blieb dort. Enzo hat inzwischen seine eigene Laufbahn: Beim Coursing jagt der Windhund einer künstlichen Beute hinterher. Im Canicross zeigt sich allerdings zuweilen seine Schwäche, denn sobald nichts mehr zu jagen ist, hört er auf zu ziehen.
Die Finnin aus Joensuu lebt seit 13 Jahren in Wien. In den deutschsprachigen Raum führte sie ursprünglich der Reitsport. Heute unterrichtet sie Pilates, studiert in Finnland Physiotherapie und leitet mit Tom und Mirjam die Trailrunning-Gruppe des Alpenvereins Edelweiss. Über diese Gruppe kam sie auch zu ihrem ersten Wettkampf, dem Lindkogeltrail.
Im Gespräch mit Egon Theiner und Tom Rottenberg erzählt Kira bei LAUFALTER über ihren ersten Ultra, dem technischen Dolomiti Extreme Trail. Sie spricht auch über den Stubai Ultratrail, dessen Strecke einmal am Ziel vorbei und nochmals bergauf führte und somit mental recht anstregend war. Bei der Ultratour Monte Rosa waren Vater und Freund als Helfer dabei. Beim Mozart 100 by UTMB in Salzburg kam ihr entgegen, dass sie bergauf stark ist und die Strecke wenig technisch ist. Sie schildert, warum sie ihren regelmäßigen Tiefpunkt zwischen Kilometer 20 und 30 inzwischen gelassen nimmt und warum ein Trainer aus dem flachen Helsinki für Bergläufe ein Vorteil sein kann.: Trainiert wird auf der Bahn und mit Bergintervallen am Wiener Nasenweg.
Weitere Themen sind der Nutzen von Pilates für Läuferinnen und Läufer, die vegane Verpflegung der finnischen Marke Nosht und die Frage, warum der Alpenverein das Traillaufen anfangs eher als Wandern verstand. Ihre Zukunft plant Kira ohne Karrieredruck. Manche Rennen läuft sie zum Ausprobieren, bei anderen will sie vorne mitlaufen. Für den UTMB fühlt sie sich noch nicht bereit, denn Nachtpassagen in technischem Gelände will sie sich erst erarbeiten.
Unser Dank geht an RUNNING & Fitness, Österreichs größtem Laufmagazin, das LAUFALTER in Season 3 unterstützt, und sollte es ein wenig laut sein im Cafe Zartl – wir zeichnen mitten im Leben auf!



